Der Imkereiverein Obing-Pittenhart und der Kulturverein Hilgerhof hatten im Rahmen ihrer Einweihung des Bienenhauses am Hilgerhof in Niederbrunn die Grund- und Mittelschule Obing zum Schaubienenstand eingeladen.

Die vier Lehrkräfte der Grundschule Petra Hauser, Astrid Pröller, Carina Steiner und Barbara Url in Pittenhart ließen sich das Angebot „Von der Blüte zum Honig“ der ortsansässigen Imker nicht entgehen und besuchten sie mit ihren Schülern auf drei Schulvormittage verteilt.

Der Bürgermeister von Pittenhart und zugleich Imkervorstand, Sepp Reithmeier, sein Mitarbeiter Simon Voit sowie die Imkerinnen Irmi Fenzl und Maria Schuster gaben den Kindern auf recht anschauliche Art und Weise tiefe Einblicke in die wichtige Arbeit der Bienen als auch in die der Imker. Zudem wurde auch mittels des eigens angelegten Bienengartens, der Blumen- und Streuobstwiesen und der Hecke auf Artenschutz und die Bedürfnisse der Bienen eingegangen. So erfuhren die Erst- bis Viertklässler, dass nur Wiesen, die nicht mehr als zweimal im Jahr gemäht werden, den Bienen die zum Leben notwendigen Blüten anbieten können.

Besonders interessant war das kleine Zelt, in dem die Besucher durch einen gläsernen Boden eines alten Bienenkorbes die emsige Arbeit eines Bienenvolks beobachten konnten. Dazu gehören die Honig- und Wachsherstellung, die Versorgung der Königin, der Brut und des Volkes über den Winter. Beim Gang durch den blühenden Bienengarten lasen die Kinder und Lehrerinnen die vielen Schilder mit den Namen der ihnen teils unbekannten Blumen und konnten die Bienen beim Sammeln von Pollen beobachten, den sie unverzüglich in ihre Beintasche verstauten. Dabei entdeckten die Grundschüler auch so manch andere interessante Insekten, die zur Nahrungssuche krabbelnd oder fliegend mit und ohne Summen oder Surren unterwegs waren. Großer Insektenandrang herrschte auch in den Insektenhotels. An dem prächtigen Bienenhaus begutachteten die Kinder die Schautafeln und erfuhren, welche Obstbäume auf die Bestäubungsarbeit der Bienen besonders angewiesen sind, um Früchte produzieren zu können. So gäbe es ohne die Bienen kaum Birnen. Daneben, am kleinen Teich sahen die Kinder vielen Bienen zu, die zum Trinken landeten. Auf der anderen Seite des Bauwerks befanden sich die Einflugschneisen zu den Bienenstöcken. Hier bewachten Drohnen die Eingänge und ließen nur eigene Honigbienen ein. Im Bienenhaus selbst, demonstrierten die Imker, dass man mit etwas Rauch aus der Pfeife und langsamen, vorsichtigen Bewegungen die Bienen nicht schreckt. Simon Voit veranschaulichte an einer Bienenkönigin die Anbringung eines Markierungspunktes. Beim Herausziehen der Holzrahmen, deren Wachswaben mit Honig oder Nachwuchs gefüllt waren, bewiesen einige mutige Schüler ihr ruhiges Händchen für die Imkerarbeit. Am Schleudern des Lindenhonigs, was eindeutig herauszuschmecken war, betätigte sich dagegen jedes Kind gerne. Auch das Untersuchen der Waben und das Riechen am Bienenwachs beeindruckten alle. Glücklich schätzten sich einige Drittklässler, denen es gelang, Drohnen zu finden und über längere Zeit über ihre Finger krabbeln zu lassen. Die Wächter erhielten sogleich Namen von internationalen Fußballstars und wurden von ihren Mitschülern beäugt.

Als Lernzielkontrolle diente das Wissensrad, an dem die Schüler drehen durften und die Fragen beantworten sollten.

Am Ende der lehrreichen Ausflüge wurden die vier Klassen mit dem leckeren, selbst geschleuderten Honig auf bestrichenen Butterbroten belohnt und es wurde sich bei den ehrenamtlichen Bienenfreunden für den schönen Schulausflug bedankt.                            (pra)