Markus Wagner und seine Betreuerin Heidi Schlossbauer besuchte die Klasse 3b der Grundschule in Pittenhart.

Selbst sehr stark sehbehindert, erweiterte der Obinger die im Unterricht erworbenen Kenntnisse der Schüler über Sehbehinderung auf recht interessante Art und Weise. Er verdeutlichte den Kindern, dass man auf die Unterstützung anderer Menschen angewiesen ist und viel lernen muss, um mit dieser Behinderung klar zu kommen. Es dauere auch einige Zeit, bis andere Sinne besser ausgebildet seien. Unter anderem sei es sehr wichtig, Ordnung zu halten, so Wagner.

Besonders interessiert zeigten sich die Kinder für seinen vierbeinigen Freund, den Blindenhund Osko, der ihm auf Schritt und Tritt folgte und seinen Anweisungen immer verlässlich nachkam. Ganz eindringlich bat er die Schüler, den Hund nicht von seiner Arbeit abzuhalten, damit sich Osko nur auf seine Befehle konzentrieren konnte. Hunden, die in zwei Jahren zu Blindenführer ausgebildet werden, sei es sogar gestattet Sehbehinderte und Blinde in Geschäfte und Strandbäder zu begleiten, wenngleich dies den anderen Hunden untersagt ist.

Bevor der Besuch mit seiner Betreuerin wieder die Heimreise antrat, durften die Grundschüler Wagners Lesegerät ganz genau unter die Lupe nehmen. So etwas hatten sie noch nie gesehen.

Ein „großes Hallo“ gab es einen Tag später, als viele Drittklässler Markus Wagner samt Begleitung nach dem Gestalten ihrer Kommunionkerze zufällig im Ort Obing begegneten.   (pra)