Bei herrlichstem Spätsommerwetter begab sich die Klasse 4b aus Pittenhart auf ihren ersten Wandertag.

Bereits an der Pestkapelle wurde der erste Halt eingelegt. Hier versuchten die Schülerinnen und Schüler herauszufinden, wann und weshalb das Denkmal errichtet wurde. Dazu musste die Abschrift gelesen werden, die sich in der Kapelle befand. Nur einzelnen Kindern gelang es, einige Textstellen zu erlesen, denn er war in einer älteren Druckschrift verfasst und außerdem mit Begriffen aus damaliger Zeit versehen.

Als das Geheimnis um die Pestkapelle schließlich gelüftet war, trafen auch schon Gerd Grundner, der Betreiber des Katharinenhofes und sein Helfer Lukas auf dem Traktor ein. In seinem Wald kannte sich der Landwirt bestens aus. Er führte die Viertklässler zum Pestfriedhof und zeigte ihnen einen alten, bemoosten Grenzstein. Sogleich begaben sich die Schüler auf die Spur des knapp 400 Jahre alten Friedhofs und umwanderten seine insgesamt sieben Marksteine, die nicht ganz leicht unter langem Gras und Gestrüpp zu entdecken waren.

Nachdem viele Fragen zur Pest und zum Massengrab geklärt waren, schlüpfte Grundner in die Rolle des Waldarbeiters sowie Försters und verdeutlichte die Wichtigkeit eines gesunden Mischwaldes. Sein Gehilfe Lukas ließ die Kinder einen vom Borkenkäfer befallenen Holzstamm begutachten.

Besonders imposant war das Fällen und das zu Boden Fallen einer schief gewachsenen Fichte. In großem Sicherheitsabstand verfolgten die Grundschüler die beiden Waldexperten bei ihrer Arbeit.

Schließlich setzte die Klasse ihren Wandertag fort, ging an der Mariengrotte vorbei und marschierte eine Abkürzung entlang zum eigentlichen Ziel, dem ökologisch geführten Katharinenhof.

Hier wurden wir ganz herzlich von Maria Grundner mit einem großen, leckeren Brotzeitbuffet empfangen. Nach einer ausgiebigen Jause wurde gespielt und es wurden die Meerschweinchen gestreichelt, bevor die Schüler harte Backwaren mit Hämmern zerkleinerten und damit viele Milchkühe fütterten. Andere Kühe wiederum genossen derweil die Putzmaschine oder ließen sich von Robotern melken.

Den jungen Energiedetektiven fielen natürlich sofort die Biogasanlage mit dem Blockheizkraftwerk und auch die Photovoltaikanlage des modernen Bio-Bauernhofes auf.

Es hätte bei Familie Grundner noch sehr viel mehr zu bestaunen gegeben, doch leider mussten alle rasch zur Schule aufbrechen, um den Bus noch rechtzeitig zu erreichen.

Ein herzliches Dankeschön an Familie Grundner, die uns einen sehr schönen und lehrreichen Wandertag ermöglichte.                    (pra)